Forum Winterthur

13.02.2026 | Andreas Geering, Stadtratskandidat Die Mitte Winterthur
Umgang mit Gewaltextremismus

Die Gefährdung durch radikalisierten Gewaltextremismus hat in den letzten Jahren stark zugenommen auch in Winterthur. Der Staat muss dieser Tendenz vorbeugend entgegenwirken. Winterthur muss aber auch die Mittel zur Verfügung stellen, um im Ernstfall intervenieren zu können. Die Stadtpolizei muss verstärkt werden.

Der Umgang mit Gewalt, welche durch radikalen Extremismus angetrieben wird, muss in Städten thematisiert werden. Der Krieg zwischen der Hamas und Israel führt weltweit zu einem Anstieg von Antisemitismus. Attacken auf jüdische Personen, wie jüngst in Zürich, sind auch in Winterthur möglich. Neben religiös motiviertem Extremismus gibt es politisch oder weltanschaulich getriebenen Extremismus. Angriffe auf Behördenvertretende oder Institutionen des Staates sind heute Teil eines realen Bedrohungsbildes.

Aufgabe des Staates ist es, radikalisierter Gewalt vorbeugend entgegenzuwirken. Winterthur macht dies mit der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention sowie mit dem Brückenbauer. Diese Stelle bei der Stadtpolizei pflegt den Kontakt zu Bevölkerungsschichten mit Migrationshintergrund. Beide Massnahmen wurden als Reaktion auf Jihad-Reisende aus Winterthur eingeführt. Im Jahr 2023 wurde bei der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Inhalt von zwei Anfragen als sicherheitsrelevant und von 42 als risikogefährdend eingestuft. Bei solchen Meldungen werden fallspezifische Schritte definiert und umgesetzt. Der Brückenbauer andererseits sucht den Kontakt mit Moscheen, Kultus- und Kulturvereinen. Die Polizei soll so mit Bevölkerungsschichten aus anderen Kulturkreisen im Austausch sein, damit Berührungsängste abgebaut werden können.

Als politisches Führungsorgan muss der Stadtrat auf die Gefahren von Gewaltextremismus sensibilisiert sein und die Sicherheitsorgane mit den nötigen Mitteln ausstatten. Genau da liegt mein Fokus. Das städtische Polizeikorps ist chronisch unterbesetzt. Es muss dringend auf die bewilligten Stellen aufgestockt werden.

Andreas Geering, Stadtratskandidat und Mitglied Stadtparlament
Die Mitte Stadt Winterthur
 

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