Unruhige Zeiten

Solange die Inflation die Kaufkraft der Löhne wegfrisst, kann die Realwirtschaft nicht nachhaltig wachsen. Und solange die Zinsen niedriger als die Inflation sind, kommen die Finanzmärkte nicht zur Ruhe. Der aktuelle Abschwung befindet sich in der Phase, in der sich die Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten deutlich verschlechtert. Eine Verringerung der Ausgaben für Investitionen und Konsum sollten in den kommenden Monaten nun folgen.

Erhalt der Kaufkraft – Kampf gegen hohe Preise

Inflation schadet den Sparern und zerstört Wohlstand. Auch in der Schweiz ist in den letzten Monaten die Inflation stark angestiegen. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen. Die Geldpolitik der Zentralbanken war in den letzten Jahren zu expansiv. Der Krieg in der Ukraine führte zu einer Energiekrise und COVID hat Lieferketten unterbrochen und eingespielte Betriebsabläufe gestört.

Grenzen des Globalbudgets

Mit der Einführung der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung im Jahr 2006 gab das Stadtparlament die «traditionelle» Steuerung der Verwaltung mittels eines detaillierten Budgets auf. Die Arbeitsweise, Strukturen sowie Instrumente des Stadtparlaments wurden neu ausgestaltet, mit dem Ziel, die theoretischen Vorteile des Ansatzes in die Praxis umzusetzen. In den letzten Jahren wurde aus den Reihen des Stadtparlaments aber immer wieder Kritik am Globalbudget geäussert, so dass sich die Frage aufdrängt, ob die Umsetzung der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung in Winterthur gescheitert ist.

3 Kommentare

Die Mitte/EDU Fraktion - Stellungnahme zur Schliessung des Sommertheaters

Die Mitte/EDU-Fraktion bedauert ausserordentlich, dass der Vorhang des Sommertheaters fällt und nie wieder gezogen wird. Wir danken Direktor Hans Heinrich Rüegg und Schauspielerin Verena Leimbacher-Rüegg für ihr 50-jähriges Engagement.

2 Kommentare

Drei Pfeiler für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung

Die Ukraine Krise zeigte uns mit aller Deutlichkeit, wie wir alle von einer sicheren, bezahlbaren Energieversorgung abhängig sind. Vielleicht war Energie in der Vergangenheit zu günstig, als dass wir uns Gedanken gemacht haben, wer unsere Energielieferanten sind und ob unsere Energieversorgung für die Zukunft gesichert ist. Aus ökologischen Überlegungen aber auch unter dem Aspekt Sicherheitspolitik haben fossile Brennstoffe keine Zukunft mehr.

Ausverkauf - Unwort des Jahres?

Ausverkauf könnte das Unwort des Jahres werden. Ausverkauf findet statt, wenn man zu viel im Lager hat und die Nachfrage schwächelt. Noch wachsen die Lagerbestände der Unternehmen. Dass die Nachfrage schwächeln wird, scheint angesichts der weltweit miserablen Konsumentenstimmung wahrscheinlich. Ausverkauf gibt es auch an den Finanzmärkten und dieser hält weiter an. Chancen daraus ergeben sich aber erst selektiv. Das Umfeld bleibt für alle Anlageklassen schwierig. Es ist dennoch sinnvoll, nicht zu weit vom Markt entfernt positioniert zu sein. Risikobewirtschaftung bleibt unverändert relevant.

Die Mitte: Winterthur ist bereit für die Kantonsratswahlen

Die Mitte Bezirk Winterthur hat ihre Kandidierenden für die Kantonsratswahlen 2023 nominiert. Sie möchte einen Sitz im Kantonsrat gewinnen.

Rieter und Johann Jacob Rieter-Stiftung finanzieren Professur für Künstliche Intelligenz an der ZHAW

Der Rieter-Konzern baut seine Technologieführerschaft ständig aus. Das Unternehmen unterstützt deshalb gemeinsam mit der Johann Jacob Rieter- Stiftung eine neue Stiftungsprofessur für Industrial Artificial Intelligence (AI) an der ZHAW School of Engineering. Die Professur beschäftigt sich mit der Lehre und Forschung im Bereich industrieller Anwendungen der Künstlichen Intelligenz und wird noch in diesem Jahr ausgeschrieben.

SVP Winterthur fordert Verzichtsplanung und Schuldenabbau

Die SVP-Fraktion ist mit dem Budget 2023 nur teilweise zufrieden. Positiv nimmt die SVP zur Kenntnis, dass der Steuerfuss nicht erhöht werden soll. Ein Stellenwachstum von 117 Vollzeitstellen in diesen unsicheren Zeiten ist hingegen nicht akzeptabel und muss hinterfragt werden.

Schönwetterbudget trotz aufsteigender Wolken

Die Mitte/EDU Fraktion ist über das Budget 2023 nicht besonders erfreut. In der Budget- debatte werden wir vor allem den grossen Personalaufbau kritisch prüfen. Das Ziel muss ein ausgeglichenes Budget sein und keine rote Null.

Budget 2023 - es fehlt an Weitsicht und Planung

Die Ausgangslage der Stadt Winterthur ist herausfordernd: Man schleppt einen gigantischen Schuldenberg von rund CHF 1,2 Milliarden vor sich her und sieht sich nun mit einem steigenden Zinsumfeld und schlechten Wirtschaftsprognosen konfrontiert. Die Kosten in den Bereichen Bildung, Soziales und Pflegefinanzierung steigen weiterhin überproportional und verschlingen mehr als 2/3 aller Einnahmen. Die Herausforderungen in der Energiepolitik sind – auch aber nicht nur wegen dem Klimaplan – gigantisch und der Handlungsbedarf zeitlich dringlich. Dies alles in Zeiten von steigenden Baukosten.

Risiken bewirtschaften - nicht meiden

Im ersten Halbjahr haben sich die Schweizer Zahlen zur Konjunktur und Inflation sehr positiv vom internationalen Trend abgehoben. Der Ausblick lässt aber vermuten, dass auch bei uns die Inflation weiter steigen und die Konjunktur deutlich schwächer werden wird. Von der internationalen Finanzmarktentwicklung werden wir uns ebenfalls kaum lösen können. Der Herbst könnte ungemütlich werden. Demzufolge ist es noch zu früh, um vermehrt Marktrisiken einzugehen. Es ist dennoch sinnvoll, nicht zu weit vom Markt entfernt positioniert zu sein. Risikomanagement heisst das Zauberwort.

Keine Luxus-Stromfresser für das Rathaus

Der Abstimmungssonntag hat gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger von Winterthur mit den FDP.Die Liberalen, der Mitte und der SVP einig sind: Die Zusatzkosten von einer knappen Million im neuen Parlamentssaal sind unnötig und überrissen. Das Resultat zeigt, dass die Mehrheit der Politiker im Rat offenbar an der Mehrheit der Bevölkerung vorbeipolitisiert hat.

Stimmrechtsbeschwerde gegen komplette Neugestaltung der Frauenfelderstrasse eingereicht

36 Stimmberechtigte der Stadt Winterthur, darunter 19 Mitglieder des Parlaments, haben gemeinsam eine Stimmrechtsbeschwerde gegen den Entscheid des Stadtrates, die Ausgaben für die Neugestaltung der Frauenfelderstrasse als gebunden zu qualifizieren, beim Bezirksrat eingereicht.

Schuldenmanagement bedingt Weitblick

Wir erleben derzeit mehrere sich überlagernde Krisen (Pandemie, Energie, Krieg in Europa/Sanktionen). Inflation ist in aller Munde. Im ersten Halbjahr sind die Kapitalmarktzinsen rasant angestiegen und ein Ende ist kaum abzusehen. Noch ist die Schweizer Wirtschaft erstaunlich robust. Die Szenarien für den Konjunkturausblick bewegen sich aber seit einigen Monaten zwischen Inflation und Rezession. Ob den Notenbanken ein Soft Landing gelingt, kann nicht vorausgesagt werden, auf jeden Fall sind beide Szenarien für die Marktteilnehmer (Private, Unternehmen, öffentliche Hand) unangenehm.

Frauenfelderstrasse – Stadtrat scheut Mitsprache von Parlament und Bevölkerung

Auf Antrag des Stadtrates hat die Mehrheit der zuständigen Kommission gegen die Stimmen der Bürgerlichen die Vorlage zur Neugestaltung der Frauenfelderstrasse aus dem Jahr 2021 an den Stadtrat zurückgegeben. Damit wird die Sanierung und Neugestaltung der Frauenfelderstrasse dem politischen Prozess entzogen. Sie kann nur noch auf dem Rechtsweg bekämpft werden.

Jungfreisinnige sagen NEIN zum Zusatzkredit für AV-Technik

Die Jungfreisinnigen Winterthur (JFW) fassten an ihrer letzten Mitgliederversammlung die Parole zur städtischen Abstimmung vom 25. September 2022, dem Zusatzkredit für zusätzliche AV-Technik im Stadtparlamentssaal.

Softlanding – das Narrativ der Stunde

Die Finanzmärkte zeigten sich vor allem im Juli bis Mitte August in Hochsommerlaune. Danach stieg die Unsicherheit über den Verlauf der Inflation wieder an. Fallende Zinsen sorgten für steigende Kurse. Steigende Inflationserwartungen sprechen aber weder für tiefere Zinsen, noch sind anziehende Kurse in Erwartung einer Rezession logisch. Die Realzinsen sind immer noch zu tief und die Gewinnerwartungen an der Börse erscheinen immer noch zu hoch.

Die Mitte ärgert sich über den Rückzug des Bauprojektes Frauenfelderstrasse durch den Stadtrat

Am 29. August 2022 wurde im Stadtparlament Winterthur mitgeteilt, dass der Stadtrat das Strassenbauprojekt Frauenfelderstrasse Hegi bis Talwiesenstrasse zurückgezogen hat. Die Mitte kritisiert diesen Rückzug.

1 Kommentar

Parlament fordert mehr Transparenz vom Stadtrat

Das Stadtparlament hat gestern gegen den Willen des Stadtrates für mehr Transparenz bei Studien, Gutachten und Planungen gesorgt. Der Stadtrat wurde beauftragt, die Informationsverordnung so anzupassen, dass diese Dokumente inskünftig auf der Webseite der Stadt der Bevölkerung und dem Parlament auf einfache Weise zugänglich gemacht werden.

Leserbriefe

Inakzeptable Angriffe in unserer Stadt

13.03.2022 - Romana Heuberger, Stadtparlamentarierin FDP

Die Schulpflege muss die Weichen selbst stellen!

01.02.2022 - Kaspar Vogel, Stadtparlamentskandidat der Mitte Stadt Winterthur

Antwort zum Leserbrief von Peter Müller vom 22.01.22– Der erfahrene und verantwortungsvolle Schiffskapitän

30.01.2022 - André Zuraikat, Mitglied Stadtparlament/Präsident Die Mitte Stadt Winterthur
alle Leserbriefen

Inserate

Sie können auf unserer Webseite für Fr. 50/2 Woche ein Inserat für Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistungen schalten. Bitte kontaktieren Sie uns unter redaktion@forumwinterthur.ch.

Unterstützung

Über Ihre Spende für den Betrieb unseres Newsportals würden wir uns sehr freuen.

CH 98 0070 0110 0045 3185 1
Zürcher Kantonalbank
Vermerk: Forum Winterthur

Regelmässige News-Updates erhalten?

Wirtschaftsagenda Winterthur