26.11.2020

Soll der Bahnhof Grüze ein Wildwest-Bahnhof bleiben?

Immer wenn ich zur Arbeit den Zug nach Zürich nehme, muss ich daran denken, dass der heutige Bahnhof Grüze einer so tollen Stadt wie Winterthur einfach unwürdig ist. Ich kann es nicht anders sagen: Ich komme mir wirklich vor, wie im Wilden Westen mit den langen Grashalmen, die aus dem Betonboden herausragen.

Und in meinen Gedanken spielt das berühmte Lied im Film mit Clint Eastwood „Zwei glorreiche Halunken“. In den letzten Tagen haben sich verschiedene kritische Stimmen zur Abstimmungsvorlage „Querung Grüze“ zu Wort gemeldet. Es waren vor allem ein Püntiker, eine Unternehmerin und einige Wachstumskritiker. Was auch ihr gutes Recht ist. Wir als CVP Winterthur haben mit deutlichem Mehr die JA-Parole beschlossen.

Wenn wir als Winterthurer Bevölkerung als Resultat nein abstimmen, dann bleibt der Bahnhof Grüze auf Jahre hinaus weiterhin ein «Wildwestbahnhof», das ganze Areal kann nicht weiterentwickelt werden. Es gibt keine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs zwischen Neuhegi und Grüze und damit keine Entlastung für das Verkehrssystem in der ganzen Stadt Winterthur. Die Gelder, die wir vom Bund und vom Kanton für das Projekt erhalten, sind dann weg. Andere Städte und Gemeinden in der Schweiz reiben sich die Hände.

Die Lobbyarbeit auf nationaler Ebene für einen Doppelbahnhof Grüze wäre umsonst. Die Chance des Brüttemertunnels könnte in Winterthur zu wenig genutzt werden. Dass wir eine Lösung für die Maag Recycling AG finden müssen, ist allen klar. An einer Alternative wird gearbeitet und es ist völlig nachvollziehbar, dass ein Schienenanschluss nötig ist.

Das Projekt „Querung Grüze“ ist ein Meilenstein für den Winterthurer öffentlichen Verkehr. Es entlastet den Bahnhof Winterthur und ist enorm wichtig für das Gesamtverkehrskonzept der Stadt. Aus diesem Grund sage ich klar JA zur Abstimmungsvorlage vom 29. November 2020.

André Zuraikat, Präsident CVP Winterthur, Gemeinderat

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