07.04.2026 | Raphael Tobler
Rechnung 2025 – Stadtrat bestätigt strukturelles Defizit und leitet Sanierungsmassnahmen ein
Die FDP Winterthur nimmt die Jahresrechnung 2025 zur Kenntnis. Der Ertragsüberschuss von 63,9 Millionen Franken mag auf den ersten Blick erfreulich wirken. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch: Dieses Ergebnis ist kein Zeichen gesunder Stadtfinanzen.
Das bessere Resultat ist wesentlich durch einen einmaligen Sondereffekt bei der Rückerstattung der Versorgertaxen in Höhe von 39,7 Millionen Franken geprägt. Gleichzeitig steigen die Kosten in den grossen Ausgabenbereichen der Stadt weiter an. Vor allem bei Schule, Betreuung, Soziales und Gesundheit steigen die Kosten überproportional.
Besonders brisant ist der Ausblick des Stadtrats selbst: Gemäss Budgetierung 2026 reichen die Einnahmen aus Steuern und Finanzausgleich bereits im laufenden Jahr nicht mehr aus, um die wachsenden Kosten zu decken. Zudem spricht der Stadtrat offen von strukturellen Defiziten und davon, dass zusätzliche Massnahmen zur Sanierung des Finanzhaushalts nötig werden. Klarer kann man die finanzielle Schieflage kaum benennen.
Die FDP Winterthur warnt seit Längerem vor genau dieser Entwicklung. Sie hat bereits in den vergangenen Jahren wiederholt auf die hohe Verschuldung und das strukturelle Defizit hingewiesen und mit der Volksinitiative «Weniger Schulden» einen konkreten politischen Gegenakzent gesetzt. Die Rechnung 2025 sowie der FAP aus dem Budget 206 bestätigen, dass diese Warnungen berechtigt waren.
Für die FDP Winterthur ist deshalb klar: Steuererhöhungen sind keine Lösung. Winterthur hat mit 125 Prozent bereits heute einen massiv hohen Steuerfuss. Wer jetzt nach höheren Steuern ruft, belastet die Bevölkerung noch stärker, statt die eigentlichen Probleme anzupacken. Was Winterthur braucht, sind endlich klare Prioritäten und keine neuen Begehrlichkeiten vom linken Stadtrat und dem Stadtparlament.
Raphael Tobler, Präsident der FDP Winterthur, sagt dazu: «Die Rechnung 2025 ist schöner als die Realität. Der Überschuss ist wesentlich von Sondereffekten geprägt, während der Stadtrat gleichzeitig selbst vor strukturellen Defiziten warnt. Winterthur hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Steuererhöhungen lehnen wir klar ab.»
Raphael Tobler
Mitglied Stadtparlament und Mitglied Aufsichtskommission
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