01.03.2026 | Felix Helg, Mitglied Stadtparlament, FDP
Licht in die Geheimnisse der Neubewertung von städtischen Liegenschaften und Grundstücken
Das Budget 2026 der Stadt Winterthur sah gemäss dem Antrag des Stadtrates einen Ertragsüberschuss von knapp CHF 114 Mio. vor. Aber: Dieses Ergebnis basiert im Wesentlichen auf buchhalterischen Neubewertungen von städtischen Grundstücken. Konkret geht es um CHF 140 Mio. (!). Ohne diesen Effekt stünde das Budget 2026 um rund CHF 26 Mio. im Minus.
Grund genug, diesen bedeutsamen und verzerrenden Auswirkungen von Neubewertungen auf den Grund zu gehen. In der jüngst beantworteten Schriftlichen Anfrage 2025.127 erläutert der Stadtrat den Mechanismus. Eine wichtige Erkenntnis:
Die Neubewertungen in den Jahren 2019 bis 2025 summierten sich auf CHF + 58 Mio. Rechnet man einen Durchschnitt aus (geteilt durch 7), ergibt sich ein durchschnittlicher Wert von CHF + 8,3 Mio. pro Jahr – bei einer Spannbreite von CHF +18,4 Mio. und CHF - 10,4 Mio. Die Neubewertungen sind somit ein wichtiger Faktor bei der Budgetierung. Die Neubewertungen «beschönigen» praktisch immer ein schlechteres operatives Ergebnis.
Die Beantwortung im Wortlaut ist zu finden unter folgenden Direktlink: https://parlament.winterthur.ch/_docn/6807172/2025.127W.pdf. Oder über den Pfad: https://parlament.winterthur.ch -> Geschäfte -> >Nr. 2025.127.
Felix Helg, Mitglied Stadtparlament, FDP
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