02.11.2026 | Dieter Kläy
Das Eigentor korrigieren
Insbesondere in den Bereichen Drohnen, Raumfahrt und Robotik gehört die Schweiz in Forschung und Entwicklung zur Weltspitze. Die Verschärfung der Exportregeln für Kriegsmaterial vor 5 Jahren hat sich inzwischen als Eigentor erwiesen. Die aktuellen Regelungen treiben vielversprechende Start-ups ins Ausland.
Die Schweiz finanziert die Forschung – andere ernten die Früchte. Arbeitsplätze, Know-how und Patente wandern ab und mit ihnen Fähigkeiten, die unsere Armee gegen moderne Bedrohungen benötigt. Schweizer Firmen verloren Kunden, entliessen Personal und verlagerten Produktionen ins Ausland. Diese Kapazitäten kommen nicht zurück.
Weil der Schweizer Heimmarkt zu klein ist, gehen ohne Exporte industrielle Kernfähigkeiten verloren. Für die Armee bedeutet das kein eigener Unterhalt, weil auf die Techniker aus dem Ausland gewartet werden muss, die allerdings nicht kommen. Das heisst auch keine Abhaltewirkung, weil ein Gegner nicht nur einzelne Panzer zählt, sondern unsere Durchhaltefähigkeit beurteilen wird und keine Verhandlungsposition, weil wir nichts zu bieten haben. Bei den anstehenden, dringend benötigten Investitionen in die Armee wäre es fahrlässig, gleichzeitig die eigene Industrie ins Ausland zu vertreiben. Deshalb am 29. November Ja zum Kriegsmaterialgesetz.
Dieter Kläy, Kantonsrat FDP
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