Forum Winterthur

05.03.2026 | Jungfreisinnige Winterthur
Wenige Buschauffeure – viele Aktivisten. Wenige Arbeitsbedingungen – viel Wahlkampf.

Der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) rief am Morgen des 3. März zum Streik der Buschauffeurinnen und Buschauffeure auf. Dabei ging es weniger um die Rechte der Busfahrer. Es war vielmehr eine geplante Wahlkampfaktion.

Am Morgen des 3. März stand Winterthur still. Es verkehrten nur vereinzelte Busse. Grund dafür war ein Streik eines Teils des Fahrpersonals von Stadtbus Winterthur. Doch ein Blick darauf, wer vor dem Busdepot und am Hauptbahnhof diejenigen Chauffeure blockierte, die noch fahren wollten, zeigt: Es sind nur wenige Buschauffeure. Vielmehr sind es Mitarbeitende des VPOD, linksradikale Gruppierungen wie die RJBW, Juso-Mitglieder sowie andere linke Aktivistinnen und Aktivisten.

So zum Beispiel die ehemalige Juso-Präsidentin Ronja Jansen, die weder etwas mit Stadtbus noch überhaupt etwas mit Winterthur zu tun hat. Oder auch Micha Amstad, ein SP-Gemeinderat in der Stadt Zürich. Sie gehörten zu denen, die in VPOD-gebrandeten Warnwesten fahrende Busse blockierten.

Dass das Ganze eine geplante Wahlkampfaktion von links war, zeigt eine Interpellation, die am Montagabend im Stadtparlament eingereicht wurde. Die SP-Stadtparlamentarierin Katja Hager stellte darin einige Fragen an den Stadtrat zu den Arbeitsbedingungen bei Stadtbus Winterthur. Ein solcher Vorstoss hätte kaum einen Tag nach der Ankündigung des Streiks ohne vorheriges Wissen darüber erarbeitet werden können. Verhandlungstermine nach den Wahlen lehnte die VPOD ab, und auch der Zeitpunkt, eine Woche vor den Wahlen, kann kein Zufall sein.

Dieser Streik ist eine Wahlkampfaktion von links, die nach einer Umfrage des «Landboten» über die Beliebtheit der Winterthurer Stadträte Angst um die Wahl von Kaspar Bopp als Stadtpräsident haben. Der FDP-Stadtpräsidiumskandidat Stefan Fritschi, der das für Stadtbus zuständige Departement leitet, sollte durch diese Aktion gezielt angegriffen werden.

Die Verbindung der SP und der Grünen zum VPOD liegt auf der Hand: Ronja Jansen, Micha Amstad, Rebekka Wyler und Renate Dürr. Sie alle arbeiten für den VPOD und sind nebenbei Mitglied bei der SP oder den Grünen.

Die Jungfreisinnigen Winterthur verurteilen diese populistische Art des Wahlkampfs der Linken und der Wahlbeeinflussung durch den VPOD scharf. Wir stehen ein für einen fairen und konstruktiven Wahlkampf und gegen abgekartete, unsachliche Streiks, bei denen die Forderungen der Buschauffeure missbraucht werden.

Philipp Wegmann, Vizepräsident JFW

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