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03.05.2019

Innovative Winterthurer Unternehmen im kreativen Chaos

Am Wochenende vom 5.-7. April hat sich der Technopark Winterthur in ein Hackerparadies verwandelt. Verschiedene Teams haben sich am Hack Winterthur den Challenges von Sulzer, Burckhardt Compression, der Stadt Winterthur und x28 gestellt und nach zwei fast schlaflosen Nächten ihre IT-Lösungen präsentiert. Die Müdigkeit wich jedoch der Begeisterung – bei den Hackern wie auch bei den Unternehmen.

Ein Hackathon ist ein Event, bei dem besonders kreative Programmiererinnen und Programmierer an Lösungen tüfteln und diese bei den finalen Pitches den Unternehmen präsentieren. Für die Daten müssen sie aber nicht die Firewalls der Firmen hacken, sondern bekommen diese von den Unternehmen selbst. Der Vorteil des Hackathons: nicht im Unternehmen Tätige betrachten ein Problem aus einer frischen Perspektive und gelangen so zu einer innovativen Lösung. Markus Denk, Digital Innovation Project Manager bei Sulzer, ist mit dem Output zufrieden: „Wir haben unsere Problemstellung bewusst offen formuliert, mit der Folge, dass jedes Team einen grundsätzlich unterschiedlichen Lösungsansatz gewählt hat. Diese ergänzen einander aber sehr schön, sodass wir für unsere industrielle Lösung mehrere Ideen kombinieren können.“

Beidseitiger Mehrwert

Für die Unternehmen liegt der Mehrwert vor allem in den frischen Ideen aus neuen Blickwinkeln, die sie von den Hackern bekommen. "Es war spannend, zu sehen, wie die Challenge-Teams unsere Daten analysiert haben. Dies gab uns neue Ansätze für die Datenauswertung", sagt Saskia Hengartner, Head of Corporate Communications & Branding bei Burckhardt Compression. Und nicht nur Firmen aus der Privatwirtschaft sehen im Event eine Chance: „Gerade in Zeiten von Urbanisierung und Digitalisierung wird der Einsatz von neuen Technologien immer wichtiger. Der Hack Winterthur hat für Winterthur eine mehrschichtige Relevanz. Einerseits kann die Stadt vom technologischen Wissen der mehrheitlich jungen Hacker, aber auch vom sozialen Verhalten der jüngeren Generation profitieren. Anderseits werden am Hackathon zwischen der Stadt, jungen Talenten, Vertretern aus Industrie und Wirtschaft neue Netzwerke geknüpft, welche für Innovationen und Weiterentwicklungen einer Stadt zu einer «Smart City» relevant sind. Hackathons helfen Winterthur sowohl als Standort als auch als Wirtschaftsraum in der New Business Szene, als attraktive Stadt wahrgenommen zu werden. Entsprechende Posts von internationalen Teilnehmern gingen klar in diese Richtung: #lovewinterthur“, sagt Anja Buis, Leiterin einer Hauptabteilung in den Sozialen Diensten der Stadt Winterthur.

Durch Fusion zur Solution

In einer lockeren Atmosphäre bekommen Unternehmen und kreative Köpfe also die Chance, voneinander zu profitieren: Die einen liefern die Ideen, die anderen die Preise. Und auch für die Organisatoren war der Anlass ein voller Erfolg. Raphael Tobler, Mitorganisator sagt: "Wir haben es mit diesem Format geschafft, junge, kreative Studierende mit dem Rückgrat der Winterthurer Wirtschaft zu verbinden.“

Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass der Hack Winterthur die Stadt auch nächsten Frühling wieder technisch erblühen lässt.

Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur HAW

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