Forum Winterthur

06.11.2026 | Elektra Langerweger, Philipp Wegmann
Schluss mit Schuldenwirtschaft und ideologischem Planungswahn

Die Jungfreisinnigen Winterthur haben die Parolen für die kommenden städtischen Abstimmungen vom 29. November 2026 gefasst. Dabei sagen die JFW Nein zur realitätsfernen Gesamtrevision des kommunalen Richtplans und Ja zur Initiative «Ja zu weniger Schulden». Während der Richtplan mit übermässigen Vorgaben die zukünftige Stadtentwicklung unnötig einschränkt, schafft die Schuldeninitiative die Grundlage für einen nachhaltigen Schuldenabbau. Die JFW setzen sich damit für eine pragmatische Stadtplanung und finanzpolitische Verantwortung ein.

NEIN zur Vorlage «Gesamtrevision des kommunalen Richtplans»

Die Jungfreisinnigen Winterthur lehnen die Gesamtrevision des kommunalen Richtplans ab. Zwar teilen sie die Auffassung, dass Winterthur insbesondere an gut erschlossenen Standorten nach innen verdichtet werden soll, jedoch stossen die hohen Quotenvorgaben von 20 bis 50 Prozent für preisgünstigen Wohn- und Gewerberaum bei Auf- und Umzonungen auf Ablehnung. Auch die einseitige Verkehrspolitik ist nicht tragbar. Insgesamt ist der Richtplan überladen, geht über seine eigentliche Aufgabe hinaus und schränkt zukünftige parlamentarische Entscheidungsspielräume ein. Zudem erachten die Jungfreisinnigen die Zielsetzungen als wenig realistisch. Die JFW fordern stattdessen einen pragmatischen, politisch neutralen Richtplan, damit Volk und Parlament zukünftig weiterhin mitbestimmen können.

JA zur Vorlage «Ja zu weniger Schulden»

Weiter fassen die JFW klar die JA-Parole zur Volksinitiative «Tschüss Schuldenwirtschaft – Ja zu weniger Schulden», um der überhöhten Verschuldung Winterthurs von über einer Milliarde Franken endlich ein Ende zu setzen. Mit einem Nettoverschuldungsquotienten von rund 250% liegt Winterthur im kantonalen Vergleich an unrühmlicher zweitletzter Stelle, während die jährlichen Zinszahlungen die Stadtkasse mit derzeit 20 Millionen Franken belasten. Die Initiative verlangt einen nachhaltigen Abbau der Schulden auf maximal 100% der jährlichen Steuereinnahmen, was eine schrittweise Schuldenreduktion von rund 30 Millionen Franken pro Jahr erfordert. Ein «Ja» sichert die finanzielle Handlungsfähigkeit von Winterthur – und zwar durch Ausgabenkürzungen anstatt durch Steuererhöhungen.

Elektra Langerweger, Co-Präsidentin
Philipp Wegmann, Co-Präsident

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