23.01.2026 | Jan Ehrbar
Referendum gegen Gestaltungsplan «ARA Hard»: «Ja zum Ausbau – Nein zu unnötigen Millionenkosten»
Gegen den Beschluss des Stadtparlaments zur Zonenplanänderung und zum Gestaltungsplan «ARA Hard» ergreift die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen (IG FFF) das Referendum. Das Referendum richtet sich gegen die separate Vorlage zur Ersatzaufforstung im Niederfeld mit langfristig gravierenden Folgen – und nicht gegen die Vorlage zum Ausbau der ARA. Das Referendum verzögert den Ausbau der ARA nicht.
Aufforstung auf bestem Ackerland
Kernpunkt der Kritik ist die geplante Ersatzaufforstung auf hochwertigen Fruchtfolgeflächen im Niederfeld. Diese Flächen gehören zu den besten Ackerböden der Region und sind für die Ernährungssicherheit zentral. Die Aufforstung ist zwingend – aber nicht auf Fruchtfolgeflächen.
Ökomassnahmen ohne Praxisbezug
Die vorgesehenen ökologischen Aufwertungen greifen massiv in die landwirtschaftliche Nutzung ein. Sie wurden ohne echte Mitwirkung der betroffenen Landwirtinnen und Landwirte geplant. Die IG FFF fordert: Ökologische Massnahmen nur gemeinsam mit der Landwirtschaft – nicht gegen sie.
Millionenkosten mit Ansage
In der vorliegenden Form hat die Vorlage erhebliche finanzielle Folgen. Die ökologische Aufwertung sowie die Kompensation der verlorenen Fruchtfolgeflächen verursachen unnötige Kosten von mehreren Millionen Franken. Diese werden letztlich von den Steuerund Gebührenzahlenden getragen. Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt sind diese Ausgaben weder notwendig noch verantwortbar.
Darum das Referendum
Mit dem Referendum will die IG FFF eine Volksabstimmung ermöglichen und eine Korrektur der Vorlage erreichen:
• eine Ersatzaufforstung ohne Verlust von Fruchtfolgeflächen
• praxistaugliche Ökomassnahmen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft
• ein haushälterischer Umgang mit öffentlichen Geldern
• ein rascher ARA-Ausbau ohne Verzögerung
Das Referendum ist kein Nein zur ARA, sondern ein Ja zu besseren Lösungen.
Jan Ehrbar, Stadtparlamentarier SVP Winterthur
Die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen (IG FFF) vereinigt dieWinterthurer Landwirtinnen und Landwirte sowie die privaten Besitzerinnen und Besitzer der landwirtschaftlichen Grundstücke in Winterthur. Sie hat rund 300 Mitglieder.
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