04.03.2026 | Jan Ehrbar
Referendum gegen Aufforstung auf hochwertigem Ackerland deutlich zustande gekommen
Die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen der Stadt Winterthur (IG FFF) hat das Referendum gegen den «Öffentlichen Gestaltungsplan und die Zonenplanänderung ARA Hard» offiziell eingereicht. Dafür wären 500 gültige Unterschriften notwendig gewesen – das Quorum wurde aber deutlich übertroffen: Über 1200 Unterschriften innert kürzester Zeit gesammelt.
Für Landwirt Jan Ehrbar von der IG FFF ist das ein klares Signal aus der Bevölkerung: «Wir spüren einen enormen Rückhalt. Viele Menschen verstehen nicht, weshalb für eine Ersatzaufforstung ausgerechnet bestes Ackerland geopfert werden soll.»
Die Unterschriftensammlung sei äusserst unkompliziert verlaufen: «Wir mussten kaum argumentieren. Fast jede und jeder hat sofort unterschrieben. Das grosse Unverständnis gegenüber den Plänen der Stadt war deutlich spürbar.»
Im Zentrum der Kritik steht die geplante Ersatzaufforstung für Waldrodungen als Folge des Ausbaus der ARA Hard. Diese Aufforstung plant die Stadt Winterthur auf hochwertigem Ackerland im Niederfeld in Wülflingen. Die dortigen Fruchtfolgeflächen zählen zu den produktivsten der Region und sind für die inländische Nahrungsmittelproduktion von zentraler Bedeutung.
Die IG FFF betont ausdrücklich, dass der notwendige Ausbau der ARA Hard nicht bekämpft wird. Gefordert wird jedoch eine Überarbeitung der Gestaltungs- und Zonenpläne: Ersatzaufforstung ja – aber nicht auf hochwertigem Ackerland.
Mit dem Referendum soll die Bevölkerung nun die Möglichkeit erhalten, über diese Grundsatzfrage an der Urne zu entscheiden. Es gibt genügend Flächen, auf denen die Ersatzaufforstung möglich ist, ohne Fruchtfolgeflächen zu zerstören.
Das Referendum ist kein Nein zur ARA, sondern ein Ja zu besseren Lösungen.
Die Interessengemeinschaft zum Schutz der Fruchtfolgeflächen (IG FFF) vereinigt die Winterthurer Landwirtinnen und Landwirte sowie die privaten Besitzerinnen und Besitzer der landwirtschaftlichen Grundstücke in Winterthur. Sie hat rund 300 Mitglieder. www.ackerland-retten.ch
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