27.10.2026 | Kampagne 'Soziales Winterthur erhalten'
NEIN zum missratenen Richtplan 2040 – sonst droht Verkehrskollaps, Pflegenotstand und Mietexplosion
Experten schlagen Alarm: Der missratene Winterthurer Richtplan führt in den Verkehrskollaps, gefährdet die Pflege zu Hause und wird in der Stadt Winterthur zu einer Mietpreisexplosion führen. Deshalb traten heute der Verkehrsingenieur Werner Schurter, Spitex-Unternehmerin Mia Memedi und der KMU-Verbandsvertreter Bert Höfmanner vor die Medien. Ihr Fazit: Ein NEIN am 29. November wende negative Folgen von Winterthur ab.
Der Richtplan will den Anteil des Autoverkehrs von 42 auf 20 Prozent mehr als halbieren. Es droht der radikale Abbau von Parkplätzen und Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig soll die Stadt um bis zu 35'000 Personen wachsen. Mehr Menschen auf weniger Strasse – diese Rechnung geht nicht auf. Die Folgen sind Stau, Schleichverkehr durch die Quartiere und Busse, die ebenfalls stecken bleiben. «Ich bin ein Freund des öffentlichen Verkehrs. Aber wer die Strasse verstopft, legt auch den Stadtbus lahm. Das ist kein Fortschritt, das ist ein Verkehrskollaps mit Ansage.», sagt Werner Schurter als sehr erfahrener Verkehrsingenieur, als ehemaliges Mitglied der SBB-Geschäftsleitung und als alt Stadtparlamentarier.
Mietpreisexplosion droht
Der missratene Richtplan wird behördenverbindlich sein und über 110 Aufträge enthalten. Ein Abbau der direkten Demokratie. Zudem soll die Verwaltungsbürokratie umfassend ausgebaut werden. Weniger Wohnungen werden entsteht, die Kostensteigerungen werden die Mieterinnen und Mieter tragen müssen. Es drohen uns «Zürcher Verhältnisse» – zulasten von Familien, jungen Menschen, Rentnern und jedem, der hier wohnt.
Alterspflege wird erschwert
Schon heute finden Spitex-Mitarbeiterinnen vor dem Haus ihrer Kunden oft keinen Parkplatz. Die Spitex-Bewilligung hilft nicht, wenn kein Feld frei ist. Wer trotzdem parkiert, kassiert eine Busse. Mit noch weniger Parkplätzen wird die Pflege zu Hause kaum mehr möglich. Für ältere Menschen bleibt dann nur das Heim – das ist unsozial und teurer für alle. «Es gibt Tage, an denen wir nur noch arbeiten, um die Bussen wegen fehlender Parkplätze zu bezahlen.», gibt Mia Memedi als Geschäftsführerin und Inhaberin eines Spitex-Betriebs zu bedenken.
Gewerbe wird aus der Stadt gedrängt
Der Richtplan verspricht wie das Blaue vom Himmel ein Plus von 40 Prozent mehr Arbeitsplätzen. Woher sollen die kommen? Gleichzeitig verschlechtert er aber genau das, was Betriebe brauchen. Das Kammernprinzip ohne Ringverbindung kann den Weg zwischen Mattenbach und Töss um den Faktor 10 verlängern. Lade- und Serviceplätze fehlen. Firmen an Autobahnanschlüssen in Nachbargemeinden erhalten so einen Vorteil, Winterthurer Betriebe wandern ab. «Die Stadt verspricht eine Rekordzahl neuer Arbeitsplätze, ignoriert aber die wichtigsten Bedürfnisse der Wirtschaft.», warnt Bert Hofmänner als KMU-Vertreter.
Winterthur soll sich weiterentwickeln. Aber mit Augenmass, mit allen Verkehrsmitteln und mit bezahlbaren Wohnungen. Wer die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten will, stimmen am 29. November NEIN zum missratenen Richtplan 2040.
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