11.09.2026 | Leotrim Gashi, Vizepräsident JFW, Fabrice Fuchs, Quästor JFW
Erst Burckhardt, jetzt Zimmer Biomet: Die Steuern müssen runter
Die angekündigten Stellenabbauten bei Zimmer Biomet und Burckhardt Compression sind ein ernstzunehmendes Warnsignal für den Wirtschaftsstandort Winterthur. Die Jungfreisinnigen Winterthur fordern, dass die städtische Wirtschaftsstrategie nun rasch umgesetzt und die Rahmenbedingungen für Unternehmen spürbar verbessert werden.
Bis zu 730 Arbeitsplätze innert weniger Wochen unter Druck
Bei Zimmer Biomet könnten im Zuge einer Umstrukturierung bis zu 580 der 730 Stellen am Standort Winterthur wegfallen. Bereits im August kündigte Burckhardt Compression einen möglichen Abbau von bis zu 150 Stellen in Winterthur an. Für die Jungfreisinnigen sind die jüngsten Meldungen ein deutliches Zeichen dafür, dass industrielle Arbeitsplätze und Investitionen in Winterthur nicht als selbstverständlich betrachtet werden dürfen. Hinter den Zahlen stehen Mitarbeitende, Familien und wertvolles Know-how, das für den Wirtschaftsstandort von grosser Bedeutung ist.
Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schaffen, Steuern senken
Unternehmerische Entscheide internationaler Konzerne lassen sich nicht mit kommunalen Beschlüssen verhindern. Die Stadt kann jedoch beeinflussen, wie attraktiv Winterthur für bestehende und neue Unternehmen ist. Die im März 2026 verabschiedete Wirtschaftsstrategie mit 22 Massnahmen muss deshalb jetzt konsequent umgesetzt werden. Dazu gehört insbesondere, Wirtschaftsflächen rasch verfügbar zu machen, Bewilligungsverfahren zu vereinfachen und die Anliegen der Unternehmen ernst zu nehmen. Gleichzeitig muss Winterthur zusätzliche Belastungen für Unternehmen abbauen. Die Jungfreisinnigen fordern deshalb den Stadtrat und das Parlament dazu auf, den Steuerfuss für das kommende Jahr zu senken. «Bei den Steuern ist Winterthur das Schlusslicht im Kanton Zürich, insbesondere im Vergleich mit anderen Städten. Das muss sich ändern!», sagt Leotrim Gashi, Vizepräsident der Jungfreisinnigen Winterthur.
Es gilt , Lehrstellen und Arbeitsplätze in Winterthur zu sichern
Winterthur verfügt über eine aussergewöhnliche industrielle Tradition und zugleich über einen starken Hochschul- und Technologiestandort. Diese Kombination muss auch künftig ein Standortvorteil bleiben. «Winterthur darf seine industrielle Geschichte nicht nur im Museum bewahren. Wir müssen dafür sorgen, dass auch die nächste Generation hier Unternehmen findet, die investieren, innovieren und attraktive Arbeitsplätze, insbesondere auch Lehrstellen, schaffen», so Gashi weiter. Für die JFW sind die aktuellen Abbaupläne deshalb ein Auftrag, die Standortpolitik mit höherer Priorität und messbaren Ergebnissen voranzutreiben.
Leotrim Gashi, Vizepräsident JFW
Fabrice Fuchs, Quästor JFW
Sagen Sie uns Ihre Meinung
Kommentar schreiben