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30.01.2018

Mehr Arbeitsplätze für Winterthur - aber wie? Die Strategie der FDP.

Dass wir in Winterthur im Verhältnis zur Bevölkerung zu wenig Arbeitsplätze haben, ist unbestritten. Wie die FDP für mehr Arbeitsplätze sorgen will, erfahren Sie im Interview mit Carola Etter-Gick, Vizepräsidentin FDP.

Weshalb ist es aus Sicht der FDP wichtig, dass in Winterthur mehr Arbeitsplätze entstehen?

Die FDP steht ein für einen starken Wirtschaftsstandort. Eines unserer Schwerpunktthemen in der zu Ende gehenden Legislatur war das Thema „Wohnen, Arbeiten und Bilden in Winterthur“, das wir mittels mehrerer Vorstösse in die politische Diskussion einbrachten.

Die wirtschaftliche Prosperität ist für unsere Stadt entscheidend, da sie als Ort mit hoher Lebensqualität auch hochwertige Arbeitsplätze anbieten will, eine attraktive Partnerin für die ZHAW sein muss und schliesslich von höheren Steuereinnahmen profitieren wird. Erfolg zieht Erfolg an.

Trotz hervorragenden Standortfaktoren wie die nationale und internationale Verkehrsanbindung, das Vorhandensein eines dualen Bildungsinstitutes und von genügend Gewerberaum fehlen der Stadt immer noch rund 10'000 Jobs. Winterthur ist die Stadt der Pendler. Eine Folge davon sind volle Busse, überfüllte S-Bahnen und verstopfte Strassen. Wer frühmorgens auch schon mit der S12 nach Zürich gefahren ist, weiss das.

Wo liegen die Schwerpunkte der FDP betreffend Schaffung von neuen Arbeitsplätzen?

Die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen hängt zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören eine Willkommenskultur, einfache Bewilligungsverfahren, Rechtssicherheit, Abbau von Regulierungen, tiefe Steuern sowie Innovation dank einem starken Bildungsstandort.

Die FDP setzt sich für gesunde Stadtfinanzen und somit für tiefere Steuern ein. In der letzten Budgetberatung fanden vornehmlich Anträge der FDP-Fraktion eine Mehrheit und leisteten einen konstruktiven Beitrag zu den Sparbemühungen des Stadtrats. Der Standort Winterthur steht im Wettbewerb mit weiteren nationalen und internationalen Wirtschafträumen. Da spielen nebst den Steuern auch die Willkommenskultur oder die Rechtssicherheit eine zentrale Rolle. Zur Willkommenskultur gehört zum Beispiel ein sogenannter „Single Point of Contact“, der an Winterthur interessierte Firmen durch den gesamten Prozess der Ansiedelung hindurchführt und diesen Prozess auch laufend optimiert. Bezüglich Rechtssicherheit möchten wir an die gewerbefeindliche Parkplatzverordnung erinnern, die vom Volk glücklicherweise auch klar abgelehnt wurde. Mit der Neuauflage der Parkplatzverordnung haben wir nun die Chance, ein deutliches Bekenntnis für das Gewerbe zu setzten.

Doch bei allen Bemühungen, neue Firmen nach Winterthur zu holen, darf das hiesige Gewerbe nicht vergessen werden. Es trägt schon seit Generation zum Wohlstand unserer Stadt bei und verdient die genau gleiche Aufmerksamkeit wie neuankommende Unternehmen.

Grundsätzlich sind für einen attraktiven Wirtschaftsstandort auch gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zentral. Denn Mütter und Väter sind als Arbeitskräfte gefragt. Winterthur hat ein Überangebot an Kindertagesstätten. Nur wer innovativ und flexibel ist und ein konkurrenzfähiges Angebot hat kann am Markt bestehen. Wir können Kindertagesstätten und Tagesmütter unterstützen, indem die Regulierung weiter abgebaut und die Tarifverordnung fair ausgestaltet wird. Für die Eltern von schulpflichtigen Kindern setzen wir uns ein für die Schaffung von richtigen Tagesschulen.

Was wird die Fraktion im Gemeinderat resp. die Partei unternehmen, um diese Ziele zu erreichen?

Wir setzen unsere konsequente wirtschaftsfreundliche Standortpolitik fort – vieles ist oben bereits erwähnt. Grundsätzlich gilt es, ein innovatives Klima zu schaffen und aufrecht zu halten, neue Gebühren sowie neue Regelungen zu bekämpfen, Rechtssicherheit zu garantieren und für attraktive Infrastrukturen und gesunde Stadtfinanzen zu sorgen. Wenn wir am 4. März mindestens zwei Sitze im Gemeinderat dazugewinnen, werden wir zusätzliche Schlagkraft für die Schaffung neuer Arbeitsplätze haben. Helfen Sie uns dabei und legen Sie überzeugt «Liste 3» ein.

Carola Etter-Gick, Vizepräsidentin FDP Winterthur

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