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08.03.2017

Daniel Oswald - die richtige Wahl für Winterthur!

Lesen Sie in unserem Interview, welche Standpunkte Daniel Oswald zu den Themen Stadtentwicklung, Verkehr, Kunst und mehr vertritt und was er im Stadtrat bewirken möchte.

1. Sie kandidieren für den Winterthurer Stadtrat. Welche Eigenschaften bringen Sie mit, die Sie erfolgreich in dieses Amt einbringen möchten?

Meine besten Freunde und Wegbegleiter sagen über mich, ich sei entscheidungsfreudig, zielgerichtet, lösungs- und leistungsorientiert, konsensfähig und konsequent.

2. Letztes Jahr hat die Winterthurer Bevölkerung die Initiative „Schaffe und wohne z’Winterthur abgelehnt. Wie wollen Sie die Standortqualität steigern, damit mehr Arbeitsplätze in Winterthur geschaffen werden?

Um Winterthur für Unternehmen attraktiv zu machen, müssen wir ihnen eine gute Infrastruktur zur Verfügung stellen. Zudem benötigt die Stadt Landreserven, die sie an Unternehmen verkaufen kann, welche in Winterthur Arbeitsplätze schaffen wollen. Nicht zu unterschätzen ist auch das kulturelle Angebot in unserer Stadt. Deshalb befürworte ich das Museumskonzept, welches derzeit im Gemeinderat zur Beratung vorliegt. Wichtig ist, dass wir unser Geld klug ausgeben und die finanzielle Belastung durch Gebühren und Abgaben sowie Steuern reduzieren.

3. Die Bevölkerung in Winterthur ist rasch gewachsen. Genügend bezahlbaren und gleichzeitig attraktiven Wohnraum für gute Steuerzahler zu schaffen ist eine grosse Herausforderung. Wie schaffen wir es, Winterthur für potentielle Bauherren attraktiver zu machen?

Starre Vorschriften, wie zum Beispiel der viel zu eng gefasste kommunale Energieplan, müssen gelockert werden. Im Baurecht benötigen wir rasche Entscheide, um für künftige Investoren Rechtssicherheit zu schaffen. Die Stadtverwaltung soll sich primär als Partner für Bauherren verstehen und diese bestmöglich dabei unterstützen, die rechtlichen Vorschriften umzusetzen. Dabei sollen die vorhandenen Freiheiten genutzt werden, um Wohnraum zu gestalten statt zu verhindern.

4. Sie waren während einigen Jahren Präsident des Vereins Winterthur: agil-mobil und haben sich «für ein sinnvolles Miteinander im Verkehr» ausgesprochen. Was bedeutet das für Sie konkret und welche Verkehrs-Projekte sind aus Ihrer Sicht wichtig für die künftige Stadtentwicklung?

In der Verkehrsdiskussion werden Verkehrsmittel oft gegeneinander ausgespielt. Das bringt uns nicht weiter, denn es gibt nicht «das richtige Verkehrsmittel», sondern nur das geeignetste Verkehrsmittel für den jeweiligen Zweck. Wir müssen alle Verkehrsmittel optimal einsetzen, um den Mobilitäts-Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft Rechnung zu tragen statt Verhinderungspolitik zu betreiben. Zentral für die Stadt Winterthur ist der Bau des Brüttemer Tunnels, um die Überlastung im öffentlichen Verkehr zu Spitzenzeiten zu reduzieren. Ebenfalls wichtig ist die Kapazitätserweiterung der A1 auf der Umfahrung Winterthur. Innerorts brauchen wir vor allem die Erschliessungsstrasse Neuhegi-Grüze. Das Industrieareal in Oberwinterthur ist Entwicklungsgebiet von kantonaler Bedeutung - eine gute Erschliessung ist unabdingbar. Ausserdem reduzieren beide Strassen-Projekte den Umwegverkehr durch die Stadt.

5. Die Finanzsituation der Stadt Winterthur hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt, ist aber immer noch angespannt. Zudem haben wir weiterhin einen der kantonsweit höchsten Steuerfüsse. Wo sehen Sie noch Handlungspotential?

Jährlich haben wir ein Investitionsvolumen von 50 – 70 Mio. Franken. Wir müssen sicherstellen, dass wir dieses Geld effizient und effektiv einsetzen. Bei den laufenden Kosten sind die stetig steigenden Sozialkosten ein grosses Problem. Im Sozialdepartement muss eine Trendwende herbeigeführt werden. Wir müssen uns mehr Handlungsspielraum zur Leistungsgestaltung verschaffen. Nur so können wir den Zuzug von neuen Sozialhilfebezügern reduzieren.

6. Die Stadtverwaltung beschäftigt in den sieben Departementen rund 5'000 Mitarbeitende. Das bedeutet eine grosse Führungsverantwortung für jedes Mitglied des Stadtrates. Was bringen Sie mit, um dieser Verantwortung gerecht zu werden?

Ich bin seit über 20 Jahren in Führungsfunktionen tätig. Über 10 Jahre davon war ich Mitglied der Geschäftsleitung bei Burckhardt Compression mit weltweit über 1000 Angestellten. Aktuell arbeite ich als Abteilungsleiter bei Stadler Rail. Gute Führung bedeutet für mich, die Herausforderungen proaktiv anzugehen und meinen Leuten den Rücken zu stärken - gerade in schwierigen Situationen.

7. Sie sind seit 13 Jahren politisch aktiv. Auf welche politischen Erfolge sind Sie besonders stolz?

Im Jahr 2010 begann der Grosse Gemeinderat mit einer nachhaltigeren Finanzpolitik. Dies war nur dank einer guten Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg möglich, zu welcher ich als Partei- und als Fraktionspräsident beigetragen habe. Ein weiterer gemeinsamer Erfolg war sicher die Ablehnung der Parkplatzverordnung, bei welcher der Verein Winterthur: agil-mobil eine wichtige Rolle gespielt hat. Der Grosse Gemeinderat hat mich zweimal als Präsident einer Spezialkommission gewählt, was ich als grossen Vertrauensbeweis empfinde.

8. Was möchten Sie nach 100 Tagen im Winterthurer Stadtrat der Bevölkerung berichten?

Das kommt ganz darauf an, welches Ressort ich erhalte. Nach 100 Tagen im Amt möchte ich sicher zusammen mit meinem Führungsteam die strategischen Schwerpunkte meines Departementes definiert haben.

 

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