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15.01.2018

Die FDP Winterthur zur Wohnbaupolitik des Stadtrates

Für den Stadtrat ist das übergeordnete Ziel eine gesunde Durchmischung der städtischen Wohnbevölkerung. Dieses Ziel erfordert Augenmass und kann nur im Gesamtkontext mit anderen Schwerpunktthemen wie Arbeit, Bildung, Sicherheit und Kultur erreicht werden.

Heute besteht in Winterthur ein Mangel an hochwertigem Wohnraum, was das Ergebnis der mehrjährigen linken Stadtpolitik ist. Diese richtete sich vorwiegend auf die Schaffung von günstigem Wohnraum aus.

Aus liberaler Sicht ist es wichtig, dass die Stadt in der Wohnbaupolitik soweit wie möglich die Schwerpunkte setzt und die dazu nötigen Rahmenbedingungen durchsetzt. Die Schwerpunktthemen des Stadtrates sind: gehobener Wohnraum entwickeln, Wohnbaugenossenschaften in die Gesamtstrategie integrieren, Wohnen im Alter vereinfachen und studentisches Wohnen fördern.

Der Wohnungsmarkt folgt stark dem Gesetzt von Angebot und Nachfrage. Mit dem neuen integrierten Standortmarketing wird die Attraktivität von Winterthur und Region steigen. Der Stadtrat handelt somit äusserst umsichtig, wenn er die zukünftige Nutzung der städtischen Landreserven auf diese Entwicklung ausrichtet.
 

Was sollte verbessert/ergänzt/geändert werden?

Damit die Stadt die Nachfrage nach attraktivem Wohnraum befriedigen kann, plant sie, Landreserven an attraktiven Lagen zu verkaufen und Investoren zur Verfügung zu stellen. Wir von der FDP unterstützen dieses Vorgehen. Leider wird hier das linksdominierte Parlament dem Stadtrat einen Strich durch die Rechnung machen. Diese Mehrheit will in einem Vorstoss, dass die Stadt zukünftig Bauland nur noch im Baurecht abtreten und somit kein Land mehr verkaufen darf. Ganz abgesehen davon, dass diese Einschränkung das strategische Handeln der Stadt massiv einschränkt, wirkt sie äusserst investitionshemmend. Dies zeigt auch die Erfahrung der Standortförderung. Wer in Winterthur investieren will, will dies grossmehrheitlich auf dem eignen Grund und Boden tun. Baurecht interessiert nicht.

Die FDP setzt alles daran, dass dieser Vorstoss keine Rechtsgültigkeit erhalten wird. Sollte der Vorstoss im Parlament eine Mehrheit finden – von dem muss leider ausgegangen werden – muss noch die Winterthurer Stimmbevölkerung darüber entscheiden. Die FDP wird mit all ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Änderung kämpfen.
 

Was wird die FDP unternehmen, um diese Ziele zu erreichen?

Die FDP-Fraktion fokussierte sich in der Legislatur 2014 bis 2018 auf die Kernthemen Bildung, Arbeit, Sicherheit, Verkehr sowie Kultur und wird diese Themen auch in der nächsten Legislatur priorisieren. Nebst dem, dass wir den Vorstoss bezüglich Baurecht bekämpfen, haben wir z.B. im Bereich Bildung und Wohnen einen Vorstoss eingebracht, der den Stadtrat auffordert, sich im Bereich studentisches Wohnen zu positionieren und dieses Thema weiter zu entwickeln.

Privat und beruflich treffe ich immer wieder Menschen, die in Winterthur an der ZHAW studierten. Leider muss ich in den Gesprächen oft feststellen, dass viele der ehemaligen Studentinnen und Studenten von Winterthur nur den Hörsaal, die Bibliothek, einschlägige Bars und den Bahnhof kennen.

Nur 7% der studierenden wohnen in Winterthur. Pendelnde Studentinnen und Studenten bauen kaum eine emotionale Bindung zu Winterthur auf. Wollen wir, dass zahlreiche ZHAW Absolventen nach ihrem Studium und ihren Wanderjahren wieder nach Winterthur zurückkehren, müssen wir studentischen Wohnraum schaffen und Winterthur ganz generell als Arbeits- und Bildungsstadt weiter entwickeln. Die Rückkehrer, meist gut verdienende Personen, werden hochwertigen Wohnraum nachfragen.

Wie kann die FDP sonst noch den Stadtrat unterstützen? Richtig, indem wir am 4. März 2018 mindestens zwei Sitze im Grossen Gemeinderat zusätzlich gewinnen! Helfen Sie uns dabei und legen Sie überzeugt «Liste 3» ein.

Stefan Feer, Fraktionspräsident FDP

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