13.05.2024

Breit abgestütztes Komitee empfiehlt 4x NEIN zu Stadtklima-Vorlagen

Die sogenannten Stadtklima-Initiativen und die Gegenvorschläge verwandeln Winterthur während 15 Jahren in eine Gross-Baustelle, setzen die wirtschaftliche Prosperität aufs Spiel und gefährden die Umsetzung der Klimastrategie 2040. Deshalb empfiehlt das politisch und gesellschaftlich breit abgestützte Komitee sowie der Winterthurer Stadtrat „4x NEIN zu den Stadtklima-Vorlagen“.

Die Stadtklima-Initiativen verlangen, dass jährlich 1 Prozent des Strassenraums in Flächen für Bäume und Grünflächen umgewandelt werden. Gemäss Stadtrat entspricht dies insgesamt rund 300‘000 m2 (Initiativen) bez. 250‘000 m2 (Gegenvorschläge). Zum Vergleich; selbst bei den Gegenvorschlägen wäre das immer noch eine Fläche von 2x der Verbindung von Wüflingen bis Sennhof. Die Folge: Winterthur würde während 15 Jahren zu einer Gross-Baustelle. Es müssten etwa 5 – 10 Mal mehr Bauprojekte als heute umgesetzt werden. Das würde zu mehr Stau, mehr Lärm und mehr CO2-Ausstoss führen.

Verschwendung von Ressourcen
Selbst die Gegenvorschläge verlangen den vorzeitigen Abbruch von intakten Strassen, vernichten damit massenweise graue Energie und kosten 100 - 300 Millionen Franken. Die Folgen wären: jährlich Zusatzkosten von rund 10 Millionen Franken und eine erhöhte Schuldenwirtschaft der Stadt. Die Initiativen sind noch extremer in ihren Forderungen. Dieses Geld kann die hoch verschuldete Stadt Winterthur viel besser z.B. für dringend benötigte Schulhäuser, Altersheime, den Ausbau des Fernwärmenetzes, Sportplätze etc. einsetzen.

Noch mehr Parkplatzabbau
Sogar die Gegenvorschläge verlangen die Umwandlung einer Fläche von 21'000 Parkplätzen, was 3 x soviel wäre wie sämtliche bestehenden Parkplätze auf öffentlichem Grund. Die Folge: mehr Suchverkehr in den Quartieren wegen Abbau von Parkplätzen. Die Initiativen sind auch hier noch extremer.

Versperrte Zufahrten für Anwohnende, Handwerker und Blaulichtorganisationen
Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist die erschwerte Zufahrt ein massiver Einschnitt in ihren Alltag. Die Stadtklima-Initiativen und die Gegenvorschläge fordern Massnahmen, die den verfügbaren Raum in Winterthur deutlich überschreiten. Dies führt dazu, dass unsere lebenswichtigen Blaulichtorganisationen – Polizei, Sanität und Feuerwehr – und der öffentliche Verkehr behindert werden. Ein abgeschnittenes bzw. unzugängliches Gewerbe bedeutet verlorene Umsätze und gefährdete Arbeitsplätze. Die Klimavorlagen sind für unser KMU-Gewerbe toxisch, denn solche Risiken sind gefährlich und wohlstandsgefährdend. Deshalb empfiehlt das breit aufgestellte Komitee ein „4x – Nein“ einzulegen.

Klimawandel richtig bekämpfen
Der Klimawandel ist real, und wir in Winterthur wollen unseren Beitrag leisten. Die Stadtklima-Vorlagen nehmen die Begrünung auf Kosten von Flächen vor, die noch voll funktionsfähig sind und vernichten damit graue Energie. Das ist weder ökologisch noch finanziell sinnvoll und widerspricht den deklarierten Zielen der Initiativen. Zudem übersehen alle Vorlagen die Notwendigkeit, auch neue Areale in die Planung mit einzubeziehen und damit flächendeckendere Grünflächen und Bäume zu integrieren. Die Stadt muss Massnahmen sorgfältig planen.

Unsere Alternative
Die Alternative des Komitees zu den Initiativen und Gegenvorschlägen nimmt die Bedürfnisse der Winterthurer Bevölkerung ernst und verbessert die Lebensqualität durch nachhaltige Veränderungen. Mögliche Ideen, die auf Testflächen geprüft und bis 2040 umgesetzt werden sollen, sind:

  • Verstärkte Ausnutzung der Spielräume bei regulären Bauprojekten:
    • Schaffung schmalerer Trottoirs auf der einen und breiter Trottoirs mit Bäumen auf der anderen Strassenseite
    •  Konsequente Entsiegelung von Parkflächen und Strassen, ohne deren wichtige Funktion zu beeinträchtigen
  •  Aufwertung von bestehenden Grünräumen durch gezielte Massnahmen
  • (64% der Fläche der Stadt Winterthur sind Wald oder Grünflächen) 
  • Einbezug neuer Areale zur Begrünung der Stadt statt Abbau voll funktionsfähiger Flächen und Vernichtung von grauer Energie
  • Eine Einstauung von Regenwasser bei Parkplätzen – zur Kühlung der Quartiere

Das breit abgestützte Komitee „4x NEIN zu den Stadtklima-Vorlagen“ engagiert sich für eine Stadtbegrünung, die Klimaschutz und Lebensqualität vereint. Auch der Stadtrat empfiehlt 4x NEIN zu den Stadtklima-Vorlagen.

Weitere Informationen unter http://www.stadtklima-perspektive.ch

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