Braucht Zürich mehr Daniel Düsentriebs?

Ein grosser Teil des Wohlstands des Kantons Zürich beruht auf genialen Erfindern, die mit ihren Innovationen zum technischen Fortschritt beigetragen haben. Für die Zukunft benötigen wir neue innovative Lösungen. Die Energiewende schaffen wir nur mit neuen Technologien. Die Digitalisierung kann helfen, die Gesundheitskosten zu reduzieren. Neue Mobilitätsformen sowie intelligente Konzepte verhindern den Verkehrskollaps in den Städten.

Förderung der anwendungsorientierten Forschung

Die wenigsten Daniel Düsentriebs fallen jedoch vom Himmel. Für Innovationen braucht es ein entsprechendes Umfeld. Dank seinen Hochschulen und Universitäten ist der Kanton Zürich als Forschungsstandort gut positioniert. Für die im Kanton Zürich ansässigen Unternehmen hat die anwendungsorientierte Forschung eine grosse Bedeutung. Dieser Wissenstransfer zu den Unternehmen ist häufig wichtiger als die Position einer Schule in einem Hochschulranking. Gerade Dozierende mit Praxiserfahrung können die Lehre bereichern. 

Startups schaffen neue Arbeitsplätze

Die beste Idee oder Erfindung macht wenig Sinn, wenn sie nicht industrialisiert oder vermarktet wird. Hier leisten die Startups einen wichtigen Beitrag und schaffen neue Arbeitsplätze. Startups benötigen in einer ersten Phase vielleicht die Unterstützung durch die öffentliche Hand z.B. Fördergelder und Coaching von einem kantonalen Innovationsfonds. Längerfristig müssen sie aber wie alle anderen Unternehmen auf eigenen Füssen stehen und sich im Markt behaupten. Sie brauchen jedoch wie jedes Unternehmen im Kanton Zürich wettbewerbsfähige Steuern und Gebühren.

Support für die duale Berufsbildung

Die Welt besteht aber nicht nur aus Hochschulen und Startups. Gerade in letzter Zeit haben wir alle realisiert, wie wichtig ausgebildete Fachleute sind: sei es Handwerker, Fachleute im Gesundheitswesen, in der Gastronomie oder im Tourismus. Die duale Berufsausbildung ist eine sehr wichtige Stärke der Schweiz. Die Ausbildung von Lernenden wird immer anspruchsvoller. Betriebe, die junge Leute ausbilden, müssen unbedingt stärker unterstützt werden. Aber auch nach der ersten Ausbildung braucht es Angebote und Anreize, damit sich alle lebenslang weiterbilden können. Eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung lindert auch den Fachkräftemangel.

 

Thomas Anwander
Präsident Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur
Kantonsratskandidat der Mitte Stadt Winterthur für den Zürcher Kantonsrat

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